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Blog-Tipps

Blog-Artikel voraus planen

Gerade las ich wieder auf Twitter von einer (ehemaligen) Buchbloggerin, die schrieb “ich habe es einfach nicht geschafft, entspannt zu bloggen”. Ein Faktor, der mich beim Bloggen extrem entspannt, ist es tatsächlich vorausschauend und strategisch zu bloggen. “Blog-Artikel voraus planen” ist also meine unbedingte Empfehlung, wenn du dir selber den Stress rausnehmen willst. Warum? Weil du so einfach nie das Gefühl aufkommen lässt, hinterher zu hinken und nicht rechtzeitig zu wissen, worüber du bloggst. Routinen und regelmäßige Workflows helfen dir dabei, immer am Ball zu bleiben und darum entwickeln wir genau die heute zusammen.

Wenn du schnell sein willst, erarbeite dir einen Vorsprung!

Kennst du das Geheimnis virtuoser Tänzer*innen? Nein? Dann verrate ich es dir. Bewegungen, die hundertprozentig auf die Musik abgestimmt sind, gibt es nicht. Man ist immer entweder einen Tick zu langsam, oder einen Tick zu schnell. Die meisten sind immer einen Tick zu langsam, denn sie arbeiten darauf hin, im Einklang mit der Musik zu sein. Gehörst du zu denjenigen, die immer einen Tick zu schnell für die Musik sind, wirkst du virtuos. Und genauso wie die Spitzentänzer musst du als Blogger am besten deiner Zeit immer eine Nasenlänge voraus sein, um in den Einklang zu kommen. Am besten gehst du als Blogger aber noch einen Schritt weiter, denn am entspanntesten wird es dir ergehen, wenn du gleich mehrere Blogartikel voraus planen kannst.

Blog-Artikel voraus planen lässt dich entspannt und regelmäßig hochwertige Artikel veröffentlichen. Deinen optimalen Blog-Artikel-Workflow entwickeln wir zusammen in diesem Artikel. #bloggen #Blog-Tipps #Contentmarketing
Dein Blogartikel-Workflow kurz zusammengefasst

Von der Idee zum Blogartikel

Am besten du unterteilst deinen Blogger-Workflow in drei Phasen, die Planungsphase, die Umsetzungsphase und die Verbreitungsphase. Der Schlüssel zum entspannten Bloggen mit Blog-Artikel voraus planen und allem ist, die Planungsphase von den beiden anderen Phasen bewusst abzugrenzen. Denn die weit verbreitete Idee, dass man Artikel für Artikel angehen muss, ist ein Irrglaube. Klar kann man mal einen aktuellen Beitrag zwischenschieben, kein Thema. Aber die meisten deiner Blog-Posts sollen doch eher Dauerbrenner werden als Eintagsfliegen und darum solltest du auch hauptsächlich über langfristig interessante Themen schreiben, die nicht an bestimmte Daten gebunden sind.

Planungsphase

Am besten setzt du dich ein Mal im Quartal oder halben Jahr hin und machst ein Brainstorming für Blog-Artikel-Ideen. Dabei helfen dir deine Artikel-Kategorien. Dann trägst du deine Ideen strukturiert in deinen Redaktionsplan ein. Dabei solltest du im Blick behalten, wie das Gesamtkonzept deines Blogs aussehen soll. Jede Artikel-Idee sollte zur Verwirklichung dieses Gesamtkonzeptes beitragen. Du merkst also, dass die Planungsphase mit der ganzen Ideenfindung eher zur Konzeptarbeit für deinen Blog gehört. Ans Schreiben machst du dich jetzt noch gar nicht, denn das kommt erst in der

Umsetzungsphase

Jetzt geht’s los. Das Schreiben deiner Blogartikel kannst du entweder deinem Redaktionsplan entsprechend Artikel für Artikel angehen. Oder du nutzt die sogenannte Batching-Methode. Diese Methode habe ich selbst über den Blog vom Projekt Pinatas kennengelernt. Die beiden Bloggerinnen machen zwar hauptsächlich Social Media Arbeit, aber diese Methode eignet sich ebenso gut für’s Bloggen. Nach dieser Methode konzentrierst du dich auf eine Aufgabe und erledigst dann so viel davon, wie möglich. Du könntest also z.B. das Schreiben mehrerer Artikel einer der Blog-Kategorien “batchen”. Oder du machst an einem Nachmittag gleich eine ganze Reihe von Bildern, die du für ganz unterschiedliche Posts nutzen kannst. Die Idee dahinter ist, deine Konzentration ganz auf eine Aufgabe zu fokussieren, statt zwischendurch immer umschalten zu müssen (was Zeit kostet). Auf jeden Fall einen Versuch wert, aber nun zurück zu unserem Workflow!

Bevor du schreibst, erstellst du dir ein Artikel Template zu deiner Idee oder du nutzt ein generisches Template für die jeweilige Artikel-Kategorie. Beim Schreiben folgst du dann diesem roten Faden. Wenn der Artikel fertig ist, lässt du ihn ein wenig ruhen. Ein paar Tage oder eine Woche. Dann kommst du wieder, um Korrekturen zu machen. Dabei optimierst du deinen Artikel am besten schon einmal ein wenig für Suchmaschinen. Nach der Überarbeitung wählst du die Bilder oder erstellst Grafiken. Am besten eine im Quer- oder quadratischen Format für Facebook, Twitter oder Instagram und eine im Hochformat für Pinterest. Natürlich bekommen diese Bilder Alt-Attribute, um den Suchmaschinen besser zu gefallen. Als letztes vergibst du Kategorien, Schlagwörter, legst ein Beitragsbild fest, oder machst andere Dinge, die in deinem Blog-Theme von Bedeutung sind. Abschließend legst du die automatische Veröffentlichung deines Blog-Artikels für das im Redaktionsplan eingetragene Datum fest.

Verbreitungsphase

Planen, suchmaschinenoptimiert schreiben und die Leser werden schon kommen – so ist das bei geisteswissenschaftlichen Blogs leider eher selten. Unsere Inhalte sind einfach eher als special interests zu bewerten, unsere Zielgruppe ist klein und nicht gerade in der Blogosphäre zu Hause. Also musst du deine Inhalte da hinbringen, wo deine Leser sind. Und das solltest du strategisch und gezielt angehen, um nicht zu viel Zeit und Energie hier zu verpulvern. Auch hier kannst du natürlich das oben bereits erwähnte Batching-Verfahren anwenden und deine Blog-Marketing-Posts gleich für einen ganzen Monat oder mehr planen. Welche Kanäle du nutzen solltest – Twitter, Facebook, Pinterest, Instagram oder noch andere – hängt sehr stark von deiner Zielgruppe ab und die Wahl der Social Media Kanäle für deinen Blog ist wirklich ein neues Thema.

An dieser Stelle ist aber wichtig, dass du die Verbreitung deiner Artikel in deinen Veröffentlichungsworkflow mit einbaust. Da du ja mit deinen Bildern bereits vorgesorgt hast und die optimalen Formate zur Hand hast, musst du nur noch deine Verlinkungen pro Netzwerk planen. Dafür entwirfst du am besten für jeden Kanal einen eigenen kurzen Text, in dem du zusammenfasst, was deine Leser davon haben, deinen Artikel zu lesen. Für das automatische Posten gibt es inzwischen etliche Apps. Buffer bietet sich z.B. für Twitter und Facebook an, Planoly für Instagram und Tailwind für Pinterest. Alle diese Tools aknnst du kostenfrei austesten.

Erfolgreiches Blog-Artikel voraus planen: Check!

Jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, an dem du dich zurücklehnen kannst. Dein Artikel passt in dein Blog-Gesamtkonzept. Du hast einen guten Text geschrieben, der für Suchmaschinen optimiert ist. Und du hast Posts für deine Social Media Kanäle vorgeplant. Jetzt musst du nur noch abwarten, dass die Leser zu dir kommen. In der Zwischenzeit kannst du gleich schon einmal den nächsten Artikel planen.

Wie sieht dein Veröffentlichungs-Workflow aus? Hast du schon eine Routine oder postest du noch spontan? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

2 Kommentare

  • Tobi

    Liebe Mareike,

    ist das alles nicht ein wenig ein Overkill? Sich Gedanken zu machen, den Beitrag zu schreiben, ihn ein paar Tage später nochmal Korrektur zu lesen usw., das läuft bei mir alles automatisch ab, ohne dass ich da groß plane, batche oder mir irgendwie Gedanken dazu mache. Bloggen soll ja ganz entspannt ablaufen und keine Arbeit sein. Ich hab oft das Gefühl, dass ich das immer etwas zu einfach sehe. Besonders wenn dann von “Blogarbeit” geredet wird, was ja eigentlich nur Sinn macht, wenn man das Hauptberuflich macht. Was bei Blogs über Literatur ja eher unwahrscheinlich ist. Allerdings ist so ein Beitrag gar nicht so schlecht, ich stolper immer mal wieder über Blogs, denen es komplett an Qualität mangelt.

    Liebe Grüße
    Tobi

    • MKSchumacher

      Lieber Tobi,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Letztendlich geht es ja tatsächlich darum, entspannt zu bloggen. Mir ist es lange so gegangen, dass ich immer das Gefühl hatte, hinterher zu hinken, mich hetzen zu müssen, nicht alles bedacht zu haben. Seit ich meinen Blog-Plan habe, fällt da für mich einiges an Sorgen weg. Wenn ich schreibe, weiß ich schon worüber und dass das auch zu meinem Blog insgesamt passt. Ich kann mich also ganz darauf konzentrieren. Wenn ich die Social Media Planung abgeschlossen habe, weiß ich auch da, dass ich alle Kanäle bedacht habe und mir nichts durchrutscht usw.

      Aber das ist natürlich auch Typ-bedingt. Ich bin eigentlich eher so ein Chaos-Mensch und Automatismen sind irgendwie nicht so meins. Darum hilft mir ein grober (oder auch feinerer) Plan unheimlich. Aber man kann es auch übertreiben und den Veröffentlichungsworkflow viel zu umfangreich machen. Man könnte z.B. Jede Grafik noch mit Hover- oder Vergrößerungsfunktionen ausstatten, unterschiedliche Schrift-Typen verwenden oder Textblöcke unterschiedlich farbig hinterlegen und was weiß ich nicht alles. Mein Workflow hier ist so ein Mittelding. Ein guter, detaillierter Plan, mit dem man aber trotzdem noch flott bloggen kann und der etwas Ordnung ins Ideen-Chaos bringt 🙂

      Liebe Grüße,
      Mareike

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