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#DHd10: Der DHd-Verband wird 10 Jahre alt!

Der DHd-Verband wird heute 10 Jahre alt und das ist für mich ein besonderer Tag, denn vor 10 Jahren war ich als studentische Hilfskraft bei der Organisation der Vereinsgründung dabei und damit quasi eine der Hebammen, die diesem Baby auf die Welt helfen durften. Wie und warum der DHd-Verband gegründet wurde und warum dieser Verband für meine Arbeit als Digital Humanist wirklich zentral ist, erfährst du in diesem Post, bei dem es sich um meinen Beitrag zur Blogparade anlässlich des DHd-Geburtstags handelt. Außerdem habe ich hier noch ein TikTok-Geburtstagsvideo für dich eingebettet, in dem ein kleines Geheimnis unserer Community ausgeplaudert wird.

Wie alles begann

Der Saal ist voll, ebenso wie die Liste derer, die sich eingetragen haben, um nach der DHd „Unconference“ Teil der Gründungsveranstaltung des DH-Verbandes im deutschsprachigen Raum zu sein. „Ihr braucht nichts weiter tun, ihr alle seid nun Gründungsmitglieder“ sagte damals Jan Christoph Meister zu diesem vollen Saal und – meine Güte! – das betraf damals auch mich. Noch nicht fertig mit dem Studium und schon Gründungsmitglied. Das mit dem nichts weiter tun, traf hingegen auf das Organisationsteam von damals nicht so ganz zu.

Als einmal feststand, dass die DH Community diesen Verein wirklich wollte, dass es an der Zeit war sich offiziell zu organisieren, zog das einen kleinen Rattenschwanz an organisatorischen Aufgaben nach sich. Es lagen also noch ein paar Schritte zwischen uns und der tatsächlichen Vereinsgründung. Aber Gründungsmitglieder! Das konnte uns nun keiner mehr nehmen. Übrigens ist die Vereinskultur als Bottom-up-Initiative, die bei einer Unconference der großen DH Conference Projekte, nicht nur aber auch, von Nachwuchswissenschaftler*innen in den Fokus rückt, bis heute spürbar. Die Mitgliedsstruktur bis hin zum Vorstand ist gemischt. Schon Studierende können Mitglieder werden, Doktoranden, Postdocs und Profs – einfach alle sind willkommen.

Warum der DHd für mich etwas ganz Besonderes ist

Der DHd Verband ist natürlich ein Berufsverband und irgendwie dafür da Arbeit zu organisieren. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Denn wenn man sich einmal entscheidet, eine Forschungsrichtung einzuschlagen, und wenn diese Forschungsrichtung Digital Humanities ist, dann bedeutet das auch, dass man sich für eine Community entscheidet. Man denkt Dinge wie „wow! Diese Sachen möchte ich auf diese Weise mit DIESEN LEUTEN erforschen!“. Und seit 2014 trifft man einmal im Jahr diese Leute, trinkt Kaffee mit ihnen an Stehtischen, isst haufenweise Kekse und in den Pausen davon hört man sich ein paar Vorträge an. Denn der DHd-Verband sorgt vor allem dafür, dass einmal im Jahr eine Konferenz im deutschsprachigen Raum organisiert wird. Und da passiert dann genau das. Oder etwas sehr Ähnliches.

Gründung von RaDiHum20 auf der DHd 2020

Bei so einer Jahreskonferenz kann es einem auch schon einmal passieren, dass man auf einer Woge der Begeisterung, beschließt mit zwei Menschen, die man gerade zum ersten Mal im Leben live getroffen hat, einen Podcast zu gründen. Das ist zumindest mir 2020 mit Lisa Kolodzie und Jonathan Geiger passiert und auch dafür bin ich dem DHd-Verband sehr dankbar. Und weil wir Lust hatten, die Atmosphäre an den Kaffeetischen nicht nur einmal im Jahr, sondern regelmäßig zu erleben, haben wir in unserer ersten Staffel des frisch gegründeten RaDiHum20-Podcast einfach die Convenor der DHd-AGs interviewt. Und weil uns das dann immernoch nicht gereicht hat, haben wir – inzwischen mit Jascha Schmitz im Host-Team – in der dritten Staffel auch noch den Vorstand interviewt.

Darf es sonst noch etwas sein?

Ich könnte noch viel mehr auflisten, was der DHd mir persönlich ermöglicht hat: Mitarbeit in der AG Theorie z.B., die Förderung eines Open Access Sammelbandes zum Thema „Undogmatic Reading“, einer Festschrift zur Verabschiedung meines Doktorvaters Jan Christoph Meister in den Ruhestand und die Unterstützung der communitygetriebenen alternativen virtuellen Jahreskonferenz vDHd2021, bei der ich die Keynote halten durfte. Ich mache an dieser Stelle mal nicht weiter. Nur so viel: Der DHd Verband ist wirklich ein Verein von Digital Humanists für Digital Humanists und es ist eine große Freude, hier Mitglied zu sein.

Happy Birthday! (The party has just begun)

Ich nehme also einen standesgemäßen Hut und feiere euch; feiere uns. Und um das möglichst vielen Leuten zu zeigen, mache ich das nicht nur hier, sondern auch auf meinem TikTok-Kanal. Würde mich freuen, wenn ihr auch dort vorbeischaut. Das dauert ja nicht lang. Und danach geht es wieder an die Arbeit, also daran, für die nächsten 10 Jahre für Kaffee und Kekse mit Workshops und Vorträgen zu sorgen!

Zum #DHd10 Geburtstags-TikTok:

@digitalhumanities_woman

#DHd10 Happy Birthday für meinen Lieblings-Fachverband! Ich feiere heute und hoffe du feierst ein wenig mit! #DigitalHumanities #AuchSpaßMitDabei #DH #womenintech #womeninhumanities

♬ Originalton – Mareike Schumacher

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