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Welche Social Media Kanäle für Blogger wirklich sinnvoll sind und wie du sie nutzen solltest, erfährst du hier! #Bloggen #SocialMedia #Marketing
Blog-Tipps

Vergiss Instagram – welche Social Media Kanäle für Blogger wirklich sinnvoll sind

Social Media, das ist für Geisteswissenschaftler*innen oft eng mit einem “wir sollen ja jetzt alle twittern” verbunden. Was dahinter steckt, ob der nagende Zweifel, dass man doch vielleicht mal hippere Netzwerke ausprobieren sollte, berechtigt ist und welche Social Media Kanäle für Blogger mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt wirklich sinnvoll sind, das erfährst du heute hier.

Warum Social Media Kanäle für Blogger überhaupt interessant sind

Traffic, Traffic, TRAFFIC! Die einen sind süchtig danach und können ihren Blick kaum von ihren Blog-Statistiken wenden, die anderen rollen mit den Augen angesichts der Jagd nach “hohlen” Klicks. Egal, ob du eher zu Typ 1 oder Typ 2 gehörst, bevor du dich entschließt, Social Media mit deinem Blog zu verknüpfen, solltest du dir genau überlegen, was du dir davon erhoffst. Und “mehr Traffic” ist hier tatsächlich nicht genug. Denn massenweise Traffic kommt über soziale Medien nur in den seltenen Fällen vor, in denen es dir gelingt, einen viralen Post zu landen. Die meisten neuen Leser werden dir nämlich höchstwahrscheinlich Suchmaschinen bringen.

Welche Social Media Kanäle für Blogger wirklich sinnvoll sind und wie du sie nutzen solltest, erfährst du hier! #Bloggen #SocialMedia #Marketing

Aber warum können Social Media Kanäle für Blogger trotzdem etwas bringen und was genau soll das sein? Wichtiger als Traffic ist für dich als geisteswissenschaftliche Bloggerin Sichtbarkeit in der eigenen Community. Das heißt, es zählt nicht nur wie viele Leute deinen Blog lesen, sondern auch wer. Deine Themen als Literatur-, Kultur-, Philosophie- oder anderer geisteswissenschaftlicher Blogger sind diskursiv. Das heißt, es ist zwar schön, wenn jemand deinen Blog liest, sich die Infos rauszieht, die er braucht, ein “schöner Post” dalässt und weitersurft. Aber weiter bringt dich das nicht. Richtiger Austausch, Kommentare, die zu einer Diskussion beitragen, Vernetzung mit Kolleg*innen, die sich für Ähnliches interessieren – das ist es, was du wirklich brauchst. Und das kann entweder auf deinem Blog stattfinden oder auf Social Media, oder natürlich auf beidem. Halten wir fest, was du brauchst ist Sichtbarkeit und Vernetzung in der eigenen Community.

Okay, kleiner Einschub an dieser Stelle. Du kannst natürlich mit deinem Blog auch andere Ziele verfolgen. Wenn du zum Beispiel nicht so in der Wissenschaft zu Hause bist, sondern eher journalistisch über Themen wie Geschichte, Kultur oder Gesellschaft schreibst, so ist es dir vielleicht eher ein Anliegen, deine Inhalte so zu vermitteln, dass sie allgemein verständlich sind und Menschen einfach weiter bilden. Auch in diesem Fall kann Social Media dir weiter helfen. Denn hier kannst auch du dich umhören. Du kannst herausfinden, was gerade Trendthemen sind und die kannst du mit deinen Inhalten verknüpfen. In diesem Fall ist vielleicht Relevanz dein wichtigstes Stichwort, denn der Austausch mit einer Community kann dir helfen, relevant zu bleiben.

Vergiss Instagram und Co. oder halte dich an 80:20

Das größte Problem mit Instagram ist: Dieses Netzwerk ist die reinste Diva. Schenkst du ihm tonnenweise Aufmerksamkeit, so belohnt es dich. Vernachlässigst du es, so lässt es dich das spüren. Die Konkurrenz auf Instagram ist wahnsinnig hoch und deine Posts müssen irgendwie aus dieser Masse herausstechen. Schnelle Schnappschüsse mit grellen Filtern sind dort längst passé. Außerdem sind kaum Geisteswissenschaftler auf Instagram unterwegs und wenn dann bedienen sie hauptsächlich den #Bookstagram und da das fast wie ein eigener Blog gepflegt werden muss und kaum Leser für deinen richtigen Blog bringt, kannst du es dir sparen, dieses Netzwerk zu bedienen.

Das gilt übrigens für alle Netzwerke, die eher nach dem 20:80-Prinzip funktionieren und nicht nach dem 80:20-Prinzip. Damit meine ich, dass du hier mit 80% Aufwand nur 20% “Ertrag” bekommst. Ähnlich schätze ich auch YouTube und SnapChat, TikTok und ähnliche hippe Netzwerke ein. Durch die Betonung von Video-Content und die hauptsächliche Nutzung als Selbstzweck, funktionieren Verlinkungen hier weit weniger gut als auf anderen Netzwerken. Also lass am besten die Finger davon.

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Es sei denn (denn natürlich gibt es auch hier ein Aber) du hast Spaß daran, Pionierarbeit zu leisten. Wenn du es dir z. B. zur Mission gemacht hast, Themen der Geisteswissenschaften in populäre, alltägliche Zusammenhänge einzuführen – meld’ dich bei Instagram an (aus genau diesem Grund bin ich übrigens auch dort zu finden). Wenn du gerne die komplexen Inhalte aus Kultur und Literatur bildlich darstellst oder daraus gerne kleine Trickfilme machst – geh zu YouTube. Allerdings solltest du dir dann überlegenen, ob du nicht deinen Fokus ganz darauf richtest und deinen Blog nur zur Suchmaschinenoptimierung deiner Videos und damit als als Traffic-Quelle für YouTube nutzt. Denn diese Netzwerke brauchen viel Pflege und deine Croud ist höchstwahrscheinlich noch nicht dort.

Twitter oder „go, where your readers are“

Twitter ist weder neu noch hip. Außerdem liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf sprachlich verfassten Posts. Twitter funktioniert längst nicht für alle Blog-Nischen. Aber es funktioniert für Geisteswissenschaftler*innen. Hier tummeln sich viele aus der Digital-Humanities-Crowd und du findest auch viele Forschende vom PhD-Level bis zum Professor. Aber auch, wenn du dich nicht direkt in der wissenschaftlichen Community bewegst, findest du hier spannenden Austausch. Journalistinnen und Autorinnen sind hier oft zu finden, genauso wie deine Blogger-Kolleg*innen. Kurz gesagt, hier findest du Leute, die sich für das interessieren könnten, was du schreibst. Da Twitter außerdem eines der wenigen Netzwerke ist, die nichts gegen externe Links haben, kannst du hier wunderbar deine Artikel präsentieren. Twitter ist also auf jeden Fall eine 80:20-Sache für dich.

Facebook, der Dino unter den sozialen Netzwerken?

Tja, Facebook, wer ist schon noch auf Facebook? Das Netzwerk wird langsam immer älter und hat definitiv ein Problem mit der jüngeren Zielgruppe. Außerdem macht es den professionellen Nutzern wie Bloggern das Leben schwer, indem es die Reichweite von Seiten drosselt, Verlinkungen schlecht ausspielt und teure Werbung in den Vordergrund stellt. Du merkst vielleicht: Ich bin kein Fan von Facebook. Aber erstaunlicherweise kannst du Facebook tatsächlich immer noch als unaufwändigen Kanal zur Zweitveröffentlichung nutzen und so ein bisschen zusätzlichen Traffic abstauben. Bringt zwar nicht viel Masse, macht aber auch nicht viel Arbeit. Du kannst z.B. über eine Content-Planungs-App wie Buffer deine Tweets gleichzeitig für Facebook nutzen. Ein wenig anpassen und schwupps hast du deine Seite dort gleich mit bedient.

Der andere große Vorteil von Facebook sind Gruppen. Du kannst natürlich deine eigene gründen, aber dann hast du wieder viel Arbeit damit. Such’ dir besser ein paar Gruppen, die für deine Nische relevant sind. Poste ab und zu einen Blogartikel von dir, der zum Gruppenthema passt. Aber gib Acht, dass dieser auch wirklich interessant für die Leute in der Gruppe ist und du nicht als Spammer wahrgenommen wirst.

Was ist denn nun dieses Pinterest?

Pinterest ist in aller Munde und gilt unter Bloggern als einer der letzten zuverlässigen Traffic-Garanten. Auch ich habe Pinterest hier auf diesem Blog schon einmal empfohlen als ich mit dir über Suchmaschinenoptimierung sprach. Aber was einst als Chimäre zwischen sozialem Medium und Suchmaschine startete, hat sich längst zu letzterem ausgewachsen. Obwohl es nach wie vor ein paar Relikt-Funktionen aus dem Bereich des social Networking gibt, wie z.B. die Möglichkeit jemandem zu folgen, ist Pinterest neben Google heute eine der mächtigsten Suchmaschinen. Interessant daran ist vor allem die Bilder-Suchfunktion, denn die ist so performant, dass sie die entsprechende Google-Funktionalität weit hinter sich lässt.

Der größte Pluspunkt gegenüber Google ist für dich als Blogger aber, dass du deine Inhalte dort selbst Positionieren kannst. Und das solltest du auf jeden Fall tun. Denn obwohl Pinterest nicht für jede Nische gleich gut funktioniert und den Kollegen von den DIY-Blogs da definitiv mehr in den Schoß fällt (ich spreche da übrigens aus Erfahrung, denn ich führe nebenbei selbst noch einen kleinen DIY-Nischenblog), gibt es hier auch für Geisteswissenschaftlerinnen etwas zu holen. Denn Pinterest wird viel von jungen Menschen genutzt und darunter sind auch viele, die sich Ideen für ihr Studium merken. Um Pinterest führt also kein Weg vorbei. Wie du diesen genau gestalten kannst, werde ich dir aber in einem gesonderten Blog-Artikel noch einmal genauer sagen.

Welche Social Media Kanäle für Blogger wirklich etwas bringen

Ok, Hand auf‘s Herz: Welche Social Media Kanäle solltest du als geisteswissenschaftlicher Blogger für dich nutzen? An erster Stelle steht hier ganz klar Twitter. Hier kannst du Traffic generieren, dich austauschen und dich informieren. Du kannst dich vernetzen und in deiner Community sichtbar werden. Du kannst also eindeutig nur gewinnen!

Wenn Pinterest ein soziales Netzwerk wäre, hätte es definitiv Platz 2 verdient. Hier ist in Sachen Traffic einfach noch am meisten zu holen. Darum gehört Pinterest auch definitiv zu den Kanälen, die du für deinen Blog nutzen solltest. Allerdings findet hier kein Austausch statt wie bei Twitter und damit ist außer Traffic hier für dich auch nichts drin – darum gibt’s hier auch nur Platz 2 für diese hochperformante Suchmaschine.

Facebook landet auf Platz drei, denn obwohl das Netzwerk veraltet ist und nicht mehr wirklich Spaß macht, kannst du hier unaufwändig ein wenig zusätzlichen Traffic abstauben. Außerdem kannst du hier deine eigene Community in Form einer Gruppe aufbauen. Natürlich nur, wenn du Lust drauf hast, denn das bedeutet dann schon einen nicht unerheblichen Mehraufwand.

YouTube kommt meiner Einschätzung nach auf Platz 4. Denn wenn du dir den Aufwand machst, hier ein Video-Format zu entwicklen, so kann dein Blog davon doppelt profitieren. Du kannst deine Videos in deine Posts einbauen. Da Videos derzeit ein Internet-hype-Format sind und von allen großen Diensten gepusht werden, wird das Einbetten von Videos sich positiv auf dein Google-Ranking auswirken. Anders herum profitieren deine Videos vom SEO deiner Blog-Artikel. Und auf YouTube kannst du Links zu deiner eigenen Webseite einbinden, was ebenfalls zu einer wechselseitigen Aufwertung führen kann.

An letzter Stelle kommt für mich tatsächlich Instagram. Und das obwohl ich selbst dort auch einen Account habe. Aber es geht mir dort hauptsächlich darum, die Literaturwissenschaften eben auch in solche viel genutzten Dienste zu bringen. Ich habe Spaß daran, hier Pionier-Arbeit zu leisten und ich genieße den Austausch, der dort stattfindet. Zwar bekomme ich durch Instagram kaum Traffic, aber es sind über DMs schon einige nette Kontakte zu Stande gekommen. Darum nutze ich trotz 20:80 auch Instagram für meinen Blog.

Wie sieht es bei dir aus? Welche Social Media Kanäle nutzt du für deinen Blog und warum?

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